Kulturbeutel Dezember 2011

Marc C. Woehr

Marc C. Woehr hat in den 80er und 90er Jahren seine Graffitis an guten Stellen im Unterland, Süddeutschland und der Schweiz angebracht. Heute arbeitet er als freischaffender Künstler. Seine Urban Art sorgt inzwischen auch auf großen Kunstmessen für Aufsehen.

HANIX — Marc, du warst Mitte der 80er in Heilbronn ein Teil einer damals neuen und aufstrebenden Jugendkultur. Die HipHop- und Skateboard-Welle schwappte aus den USA herüber bis ins Unterland. Ihr habt euch damals immer auf dem Kiliansplatz neben dem ehemals dort angesiedelten Eiscafe Presutti getroffen. Der selbstorganisierte Jugendtreff mitten in der Stadt war allen als »Pres« geläufig. Dort hingen die coolsten Leute und besten Mädels ab. Du warst mit dabei.

MARC C.WOEHR — Ja, das waren geile Zeiten. Die möchte ich nicht missen. Bei mir hat alles mit dem Skaten angefangen. Ich stamme aus Neckarsulm. Wir waren eine Hand voll Skater und da in Neckarsulm nicht viel ging, sind wir nach Heilbronn gefahren. In Heilbronn gab es ein paar mehr Jungs. Paddy war am Start, Pappe, Pyttlik, Lars, Chris, Alf und einige andere. Wir sind dann zusammen rumgedüst, haben die Stadt unsicher gemacht. Das waren die besten, weil unbeschwertesten Jahre.

HANIX — Skateboarden war damals relativ neu in Deutschland, zumindest war es neu in Heilbronn. Wie haben die Leute auf euch reagiert?

MARC C.WOEHR — Wir konnten eigentlich alles machen, was wir wollten. Ich kann mich erinnern, dass wir uns eine Mini-Quater- Ramp gebaut haben. Die haben wir dann im Stadtbus von Flein an den Pres gefahren. Der Busfahrer hat nicht mal komisch geguckt. Am Pres haben wir dann unsere Rampe aufgestellt und unsere Sprünge rausgepowert. Das hat uns damals natürlich geflasht.

HANIX — Am »Pres« war also was los.

MARC C.WOEHR — Es wurde immer größer. Mit den Skatern hat es angefangen. Dann kamen die Scooter-Boys und die HipHopper dazu. Die Passanten in der Fußgängerzone haben gar nicht kapiert, was da abgegangen ist. Es war ja auch alles so neu. Die HipHopper hingen wie gesagt auch am Pres ab. Filme wie Beat Street und Style Wars waren logischerweise auch im Umlauf. Die Filme spielten in der Bronx. Ist ja klar, dass wir aus Heilbronx waren. Dieser Name hat auch Identität gestiftet.

HANIX — Wie bist Du konkret zu Graffiti gekommen?

MARC C.WOEHR — Irgendwann hatte einer der Skater einen Edding dabei und hat angefangen zu taggen. Ich hab mir dann auch so einen Stift besorgt. Ich fand das ziemlich cool und faszinierend. Ich habe nicht groß darüber nachgedacht, sondern es auch einfach gemacht. Ich habe aber recht schnell gemerkt, dass taggen nicht so mein Ding war. Ich wollte große Bilder an guten Stellen malen. Frei nach dem Motto „Go big or go home“.

HANIX — Das klingt nach unbeschwerten Writer-Tagen. Wo habt ihr Ende der 80er gemalt und gab es damals bei den Behörden schon ein Bewusstsein dafür, dass da etwas Illegales geschieht.

MARC C.WOEHR — Die ersten, zu denen ich Kontakt gefasst hatte, waren Oviedo, Pappe, Kai, Don und Nico. Am helllichten Tag wurde in der Theater-Unterführung gemalt. Mit Dosen! Es hat einfach niemanden gejuckt, weil es neu war und niemand Graffiti kannte. Nach den Vorführungen im Theater sind die Gäste durch die Unterführung gelaufen und haben interessiert geguckt. Es gab in den Anfangszeiten kaum Ärger.

HANIX — Weiterentwicklungen und neue Styles im Graffiti wurden hauptsächlich durch kleine Graffiti- Fanzines unter die Leute gebracht. Oder wenn man selbst auf HipHop-Reise war.

MARC C.WOEHR — Das stimmt. Durch die Magazine (wie das FCKW-Magazin von Michael) haben wir mitbekommen, was in anderen Städten oder in der Schweiz so abging. Don war auch einer der ersten, der in anderen Städten unterwegs war und Kontakte geknüpft hat. Es gab parallel dazu die Heilbronner Rapper. Nico, Ingo und Bülent fallen mir da ein. Daraus ist die Retarded- Youth-Posse mit Paul an den 12-10ern entstanden. Ein verrückter Haufen, der auch auf Jams gefahren ist. Es war klar, dass wir, wie es eben gute HipHop-Gepflogenheit war, Heilbronx entsprechend repräsentieren mussten. Also sind wir geballt auf Jams in andere Städten gefahren. Heidelberg, Stuttgart, sp.ter auch nach Basel. TSF oder KDS waren Crews, die damals mit am Start waren. Es ging auch recht zügig damit los, dass in Heilbronn der erste Stress unter den Gruppen los ging. Klar, jede Posse war der Meinung, die coolste zu sein.

HANIX — Die Heilbronner HipHopper hatten nicht unbedingt ein Schmuse-Image. Wie seid ihr auf auswärtigen Jams wahrgenommen worden?

MARC C.WOEHR — Laut. (lacht) Ich denke, dass sich HipHop aus Heilbronn recht schnell einen Namen gemacht hat. Zunächst wegen den Rappern, weil die Jungs einfach gut waren. Ingo und Bülent hatten einfach eine gute Performance, waren in ihren Texten kritisch und haben keinen Schmuse-HipHop abgeliefert. Wenn die beiden auf der Bühne standen, ging es nach vorne! Sie waren einfach unschlagbar. Auf den Jams werden natürlich auch Kontakte geknüpft. Und so sind wir dann auch nach Basel gekommen. Die Baseler waren schon länger am Malen als wir und hatten paradiesische Bedingungen. Eine riesen Line. Beleuchtet. Nicht so wie bei uns, wo alles im Dunkeln passieren musste. In Basel habe ich auch DARE kennengelernt. Damals schon eine Legende des Graffiti. Zu ihm habe ich auch eine Freundschaft gepflegt, die bis zu seinem Tod bestand hatte. Rest in peace, Dare, we never forget you!

HANIX — Es wird seit Anbeginn des Graffiti darüber diskutiert, ob es Kunst ist. Hattest Du damals schon über das »Writing for Fun« hinaus künstlerische Ambitionen?

MARC C.WOEHR — Nein, überhaupt nicht, obwohl ich schon als Kind davon geträumt habe, mal Künstler zu werden. Ich bin nicht stundenlang über meinem Blackbook gehangen. Skaten war damals immer noch meine Nummer Eins. Graffiti habe ich wirklich nur aus Spaß betrieben. Mir war eine gute Stelle wichtig, auf der ich meinen Namen präsentieren konnte. Außerdem habe ich damals eine Ausbildung gemacht und hatte einfach auch keine Zeit dazu, mich zu perfektionieren. Der Hauptaspekt des Malens und Skatens lag für mich also darin, mit meinen Freunden eine gute Zeit zu verbringen.

HANIX — Irgendwann ist aber der Zeitpunkt gekommen, ab dem Du das Writing ernsthafter betrieben hast.

MARC C.WOEHR — Anfang der 90er ist die Stuttgarter HWS-Crew um Henks und Nero herum entstanden. Das war auch in Heilbronn eine bekannte Crew. Ab dann habe ich angefangen, konstanter und aufwändiger zu malen und habe die ganze Geschichte etwas ernsthafter betrieben.

HANIX – Dich hat es, bezogen auf das Malen, aus Heilbronn weggezogen. Ist hier diesbezüglich nichts mehr passiert?

MARC C.WOEHR — Doch, doch. Heilbronn war nicht tot. Jüngere Writer kamen nach. In Heilbronn gab es die CN-Crew, die sich um Boe herum einen guten Namen gemacht hatten. Die Jungs haben in Silber und mit neuen Styles gut was weggeballert.

HANIX — 1996 bist Du endgültig aus Heilbronn weggezogen. Wieso hat es dich nach Mainz getrieben?

MARC C.WOEHR — In Heilbronn hatte sich Anfang der Neunziger auch die Techno-Szene mit ihren illegalen Partys entwickelt. Der OM-Keller war legendär. Irgendwann musste aber eine Veränderung her. Um nicht zu versumpfen, musste ich einen Schnitt machen. So ergab meine Motivation, eine Zivi-Stelle in Mainz anzutreten. Mainz hatte damals in der Szene übrigens auch schon einen guten Ruf und war für Graffiti bekannt.

HANIX — Das Rhein-Main-Gebiet war ein Graffiti-Mekka mit der Hall of Fame auf dem Wiesbadener Schlachthof-Areal. Das muss sehr inspirierend und unglaublich auf einen Writer aus Heilbronn gewirkt haben?

MARC C.WOEHR — Mainz war ein gutes Pflaster mit seinen Oldschoolern wie Zebster, New, Cat und Can2. Obwohl ich niemanden im Mainz kannte, knüpfte ich durch das Skaten schnell neue Kontakte. Ich habe mich wohl gefühlt und Freunde für’s Leben gefunden. In Wiesbaden konnte ich auf dem Schlachthof-Ge- lände legal malen. Das war schlicht der Hammer. Ich kannte so etwas vorher nicht. So viele Hallen. Alle waren bemalt. Das war urbanes Feeling pur in einer ganz konservativen Stadt. Es fand das erste Wallstreet- Meeting statt. Graffiti-Künstler aus der ganzen Welt kamen und ich war mittendrin. Ich habe das richtig in mich aufgesogen. Ab diesem Zeitpunkt intensivierte sich auch mein Kontakt zu international anerkannten Graffiti-Künstlern.

HANIX — Aber dort hast Du immer noch aus Spaß und nicht aus einem künstlerischen Aspekt heraus gemalt?

MARC C.WOEHR — Ich hatte mich immer wieder mit dem Medium Leinwand beschäftigt. Aber zu Hause, nur für mich. Wobei ich schon ein paar kleinere Ausstellungen in Heilbronn und Mainz hatte, zum Beispiel bei Heiko Schweitzer im Plattenladen oder im Caipirinha. Das waren ganz einfache Geschichten, die aber Spaß gemacht haben und cool waren. Aber ich habe noch nicht daran gedacht, etwas für Galerien zu produzieren. Ich war auch noch gar nicht so weit. Wobei, wie ich schon erwähnte, der Traum des Künstlerdaseins schon immer bei mir da war. Ich ging zu diesem Zeitpunkt aber noch immer meinem normalen Job in Mainz nach und hatte nicht die Zeit, die notwendig gewesen w.re, um ernsthaft künstlerisch tätig zu sein. Dieser Konflikt, dass ich aufgrund meines Jobs in meinem künstlerischen Wirken nicht besser werden konnte, weil die Zeit fehlte, dauerte vier Jahre an. 2000 habe ich dann beschlossen, aus meiner Begabung einen Beruf zu machen und habe eine Ausbildung zum Mediengestalter in Stuttgart gemacht. Mit Oli Watson haben wir 2004 die Agentur MFG – Muster für Gestaltung gegründet. Oli kannte ich noch aus meinen alten Graffiti-Zeiten. Die Zusammenarbeit haben wir mittlerweile aufgelöst. Aber ich führe die Agentur heute noch weiter und setze Elemente aus der Street- und Urban- Art für namhafte Kunden um.

HANIX — Du betreibst deine Agentur inzwischen aber nur noch nebenbei und arbeitest hauptsächlich als freischaffender Künstler.

MARC C.WOEHR — Das Problem mit der Agentur war, dass sie so viel Zeit in Anspruch genommen hat, dass ich wieder meiner Kunst nicht die Aufmerksamkeit schenken konnte, wie ich es eigentlich wollte. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, die Agentur-Jobs etwas runter zu fahren und deutlich mehr Zeit ins Malen zu investieren. 2008 kamen dann die ersten Erfolge als Künstler.

HANIX — Das hat ziemlich schnell funktioniert. Du hattest schon immer die Fähigkeit, dich gut zu verkaufen. Wie kam es dazu, dass Du als damals unbekannter Künstler auf zwei großen, prominenten Kunstmessen zeigen konntest, was Du machst?

MARC C.WOEHR — Das stimmt. Mir ist es schon immer leicht gefallen auf Menschen zuzugehen. Ich habekeine Berührungsängste und kann Smalltalk halten. Ich war schon immer ein Verfechter von Netzwerken. Fast überall wo ich hinkomme, kenne ich jemanden, was sich heute auszahlt. Wenn man sich mit Menschen unterh.lt, entstehen neue Kontakte, aus denen sich etwas ergeben kann. 2008 habe ich FRERK kennengelernt. Wir waren uns sofort sympathisch. Er hat mir die Augen geöffnet und mich frei gemacht von diesem sturen Graffiti-Gedanken. Mit FRERK, der eine Anfrage von MODART bekam, habe ich dann zusammen auf der Art Basel ausgestellt. Unser gemeinsam entstandenes Bild war nach kürzester Zeit verkauft. Parallel dazu kam die Carhartt-Galerie auf mich zu und ich hatte zeitgleich zur Art Basel eine Ausstellungsfläche, die ich mit meinen Arbeiten bespielen konnte. Das war ein gigantischer Abend.

HANIX — So ein Einstieg erhöht die Motivation.

MARC C.WOEHR — Logisch. Dazu kommt, dass in Folge dessen viele meiner Bilder verkauft wurden, was mir wiederum die Möglichkeit gegeben hat, in neue Arbeitsmaterialien zu investieren. Der nächste Schritt stellte die Anfrage von MODART dar, FRERK und mich auf der ART Basel in Miami Beach beim Primary Flight mitwirken zu lassen. Die 40 x 4 Meter große Fassade, die wir zum Gestalten erhielten, war direkt neben derjenigen von OBEY (Shepard Fairy), Mr. Brainwash und WK. Das sind die bekanntesten Leute der Urban-Art-Szene weltweit. Das hat auch Aufmerksamkeit auf unser Bild gezogen. Shepard Fairy hat mit seinem Hope-Poster, das er für den Obama-Wahlkampf gestaltet hat, ein Bild für die Ewigkeit geschaffen.

HANIX — Du hast durch diese zwei Kunstmessen ein wenig Einblick in die Welt der Kunstwirtschaft erhalten. Wie schmeckt dir das, was du mitbekommen hast?

MARC C.WOEHR — Plötzlich muss ich meine Arbeiten beschreiben und das Konzept dahinter erläutern. Meine Arbeiten werden kritisiert und werden zum Teil auch richtig auseinandergenommen. Andererseits bekomme ich auch Lob und Zuspruch.

HANIX — Dann beschreib uns einmal deine Kunst. Welche Motive findet man auf deinen Werken? Mit welchen Materialien arbeitest Du? Woher nimmst Du deine Inspiration? Was beeinflusst dein künstlerisches Arbeiten?

MARC C.WOEHR — Es sind sehr maskuline Arbeiten. Mit harten Kanten und Linien. Wenig Farben, starke Kontraste. Architektur spielt darin eine Rolle, da mich die verschiedenen Perspektiven und Winkel interessieren. Ich erschaffe mir meine eigenen Welten. Das ist spannend. Nachtszenarien kommen in meinen Werken konstant vor. Ich mag die Energie, die von der Nacht ausgeht. Ich arbeite mit einem Mix aus Öl- und Acrylfarbe. Die Sprühdose spielt eine große Rolle, aber auch Kreide, Bleistift, Spachtelmasse oder Kleister, um Strukturen zu schaffen. Metall, Holz, Karton, Eisenpulver sind auch Materialien, mit denen ich gerne arbeite. Am meisten reizt mich dabei, die verschiedenen Materialien und Techniken zu mixen und miteinander zu verbinden.

HANIX — Ein Bilderrahmen bedeutet für dich auch nicht automatisch die Begrenzung für dein Bild zu sein.

MARC C.WOEHR — Nein, überhaupt nicht. Ein Bilderrahmen kann eine gute Begrenzung für ein Bild sein oder eine gute Ergänzung. Aber er muss das nicht zwangsläufig sein. Ein Bild kann verrissen sein, über den Rahmen hinaus gehen und sich nicht an Normen halten.

HANIX — Welche unangenehmen Seiten des Kunstbusiness musstest Du schon kennenlernen?

MARC C.WOEHR — Es gibt Galeristen, die versuchen den Künstler in eine bestimmte Richtung zu drängen. Darauf darf man sich nicht einlassen. Was ich auch schon erfahren habe, ist, dass man aus einer Galerie schnell rausfliegen kann, wenn man nicht liefert, was gef.llt und gerade Mainstream ist. Aber auch das sollte nicht beeinflussen. Man muss ja schließlich selber hinter dem stehen, was man malt und ausstellt.

HANIX — 2010 durftest du als Künstler Deutschland beim offiziellen FIFA Kunstprojekt »Fine Art« vertreten und zum 20. Jahrestag des Mauerfalls hast Du auch übergroße Dominosteine gestaltet, die dann symbolisch für den Mauerfall auf einer Strecke durch die Hauptstadt zum Fallen gebracht wurden. Wie bist Du an diese Projekte gekommen?

MARC C.WOEHR — Ganz ehrlich: Ich habe Glück gehabt. Eastpak

kam auf mich zu und fragte mich, ob ich in Zusammenarbeit mit Kreuzberger Schülern Dominosteine gestalten wollte. Ich habe dann mit zehn Schülern zwei Steine im Zuge eines Workshops gestaltet. Zwei weitere Steine habe ich selbst übernommen. Die Steine gingen auf Reise durch verschiedene Länder. Dadurch wurden andere Leute auf mich aufmerksam. Dank dieser Teilnahme konnte ich also meinen Künstlernamen .Marc C. Woehr. auf eine höhere Ebene hieven. Mein Bekanntheitsgrad ist gestiegen. Ich habe das unter anderem an der Anzahl von Klicks auf meiner Homepage festmachen können. Beim FIFA-Kunstprojekt habe ich mir die Teilnahme durch Eigeninitiative erkämpft. Ich bin auf das Projekt aufmerksam geworden, bei dem aus jedem Teilnehmerland der WM verschiedene Künstler, Arbeiten beigesteuert haben. Aus Deutschland stand bereits die Künstlercrew fest. Dennoch haben sie mir eineChance gegeben und mich dazu aufgefordert, eine Arbeit anzufertigen. Ich bin mir treu geblieben und habe als einziger Künstler weltweit eine Urban-Art-Arbeit abgeliefert. Das kam gut an und ich wurde aufgenommen. Das zeigt nicht nur, dass man sich seine Ziele erarbeiten kann sondern auch, dass diese moderne Kunstrichtung mittlerweile in der Gesellschaft angekommen ist. Und meine Kunst selbstverständlich auch. Plötzlich kamen Anfragen aus der ganzen Welt. Auf dieses Bild und der Geschichte, die dahinter steckt, bin ich ganz besonders stolz.

HANIX –Aktuelle kann man in Stuttgart deine Ausstellung Solo sehen. Was erwartet die Besucher dort?

MARC C.WOEHR — Mir war wichtig zu zeigen, was ich in den letzten beiden Jahren geschaffen habe und wie vielfältig ich mittlerweile geworden bin. Die Ausstellung ist nach sechs Themenräumen gegliedert. Im Eingangsbereich l.uft man an einer Installation aus Kartons vorbei, um in den Flur zu gelangen, in dem meine Städte zu sehen sind. In einem Raum befinden sich meine Siebdruckarbeiten und Dioramas; in einem anderen meine St.dte in Silber. Die typographischen Arbeiten, Klavierlackarbeiten und Playgrounds werden in einem jeweils separaten Raum gezeigt. Schließlich gibt es einen FIFA-Raum mit einer Lichtinstallation. Die Ausstellung läuft übrigens noch bis Ende Januar. Ich stehe sehr gerne auf Anfrage für Führungen zur Verfügung.

HANIX – Hast du dir als Künstler Ziele gesteckt?

MARC C.WOEHR — Wenn ich ehrlich bin, würde ich mich schon sehr darüber freuen, zu Lebzeiten in einem Museum ausgestellt zu werden. Welcher Künstler träumt schließlich nicht davon?

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