Kulturbeutel Dezember 2012

ANDREAS MAGDANZ. STUTTGART STAMMHEIM

17. November 2012 – 3. März 2013

Die Justizvollzugsanstalt Stuttgart-Stammheim ist kein Gefängnis wie jedes andere. Im Namen »Stammheim« verdichtet sich bis heute der Mythos um die Rote Armee Fraktion, deren führende Köpfe – Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe – in der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober 1977 im siebten Stock des Hochsicherheitsgefängnisses Selbstmord begingen. Bereits ein Jahr zuvor hatte sich Ulrike Meinhof am Fensterkreuz der Zelle 719 erhängt. In Kürze soll der 1963 erbaute Bau, in dem der so genannte Deut- sche Herbst ein dramatisches Ende fand, abgerissen werden. Deswegen startete der Fo- tograf Andreas Magdanz vor zwei Jahren das fotokünstlerische Projekt »Stuttgart Stammheim«: Fünf Monate lang wohnte er in unmittelbarer Nachbarschaft der JVA und dokumentierte in Hunderten von Fotografien diesen historisch aufgeladenen Ort. Rund dreißig der dabei entstandenen digitalen Großformatfotografien sind jetzt, gefördert von der Baden Württemberg-Stiftung, im Erdgeschoss des Kunstmuseum Stuttgart zu sehen.

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