Brief an die Heimat März 2012

Ein Brief aus San Antonio/Texas

Liebe Heimat,

es is kaum zu glauben, dass ich nun schon seit über 13 Jahren in den USA lebe.  Ursprünglich kam ich in die USA um für ein Jahr bei Disney World in Orlando, Florida zu arbeiten.  Dort habe ich meinen Mann Kurt kennengelernt, der mit seiner Familie im Urlaub war. Seine Militärkarriere in der NAVY hat uns dann nach San Antonio, Texas gebracht, wo wir nun seit über acht Jahren leben.  Hier haben wir uns ziemlich gut eingelebt.  Hier kam auch vor zwei Jahren unsere Tochter Megan auf die Welt.  San Antonio ist die zweitälteste Stadt der Vereinigten Staaten. Mit über zwei Millionen Einwohnern ist sie eine blühende Metropole mit vielen Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten.  

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das berühmte »Alamo«, der »River Walk«, »Seaworld« und der »Six Flags Fiesta Texas« Vergnügungspark.  Jedes Jahr wird San Antonio von über 26 Millionen Touristen besucht.

Da die Stadt nur 250 km von der  mexikanischen Grenze entfernt ist, gibt es in San Antonio viele mexikanische Einflüsse. Ob architektonisch, kulturell oder kulinarisch. Über 60 Prozent der Bevölkerung in San Antonio sind mexikanischer Herkunft. Deshalb gibt es hier die besten mexikanischen Spezialitäten wie Nachos, Fajitas und Margaritas! 

Man kann aber auch ab und zu deutsche Einflüsse entdecken, denn im 19ten Jahrhundert  wurden in Texas mehrere deutsche Siedlungen durch den Mainzer Adelsverein gegründet.  So kann man hier und da, vor allem nördlich von San Antonio, Orte mit deutschem Namen, wie »Fredericksburg« entdecken. Dort kann man Biergärten, Bäckereien und Restaurants finden. Allerdings sind diese deutschen Lokalitäten wenig authentisch. San Antonio’s Klima ist sehr mild mit bis zu 25 Grad im Winter, dafür ist es im Sommer mit über 45 Grad im Schatten sehr heiß. Zur Abkühlung gibt es aber viele Möglichkeiten. Ob am Pool, durch einen Besuch der »Schlitterbahn«, dem größten Wasserpark der USA, oder man kühlt sich durch »Tubing« auf dem Guadalupe River ab. Überhaupt kann man hier sämtliche Wasseraktivitäten, die man sich vorstellen kann, auf einem der zahlreichen Seen ausüben. Regen ist hier stets willkommen, denn im Juni leidet San Antonio an Wassermangel. Als Vorsichtsmaßnahmen wurden sogar Wassereinschränkungen eingeführt.  Das heißt einfach, dass man Wasser nicht verschwenden soll, wie z.B. zur Bewässerung des Rasens.

Weil es so trocken und heiß ist, sieht die Landschaft dementsprechend aus. Es wachsen hier viele kleine Zeder- und Eichenbäume, sowie Kakteen. Hirsche, Waschbären und Gürteltiere gehören zu den meistverbreiteten Tieren in San Antonio und Umgebung. Es gibt aber natürlich auch Schlangen und Skorpione, die sehr gewöhnungsbedürftig sind. Man muss wirklich aufpassen, dass man nicht aus Versehen auf eine Schlange oder einen Skorpion im Garten tritt.

Möchte man sich dem Großtadtleben entziehen, ist auch dies in kleinen Vororten von San Antonio möglich. Eventuell muss man dann mit einer längeren Pendelzeit rechnen aber dafür kann man dann Ruhe genießen. Wir wohnen am Rand des sogenannten »Hill Country«, einem Bereich nördlich von San Antonio. Wie der Name sagt, besteht die Gegend aus vielen grünen Hügeln und der Ausblick ist einfach atemberaubend.

Liebe Heimat, obwohl ich mich hier gut eingelebt habe, denke ich sehr oft an Dich.  Ich hoffe, dass ich Dich bald wieder besuchen kommen kann – es gibt soviel was ich meiner Familie zeigen möchte.

Deine Adriana

STECKBRIEF

Name: Adriana Rohlmeier

Alter: 33 Jahre

Beruf: Senior Customer Experience

Measurement Analyst (Marktforschung)

Herkunft: Heilbronn

Wohnort: San Antonio

In den USA seit: 1999

Facebook Posts

This message is only visible to admins.

Problem displaying Facebook posts.
Click to show error

Error: Server configuration issue