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Wir sind Poetry-Slam

Von Leonore Welzin

Drei Tage ist Heilbronn Zentrum des postmodernen literarischen Bühnenwettkampfs, denn vom 14. bis 16. April 2016 werden hier die 7. Baden-Württembergischen Poetry Slam-Landesmeisterschaften ausgetragen.

Die Lust sich literarisch zu messen ist so alt ist wie die Literatur. Schon vor 2400 Jahren haben Homer und Hesiod einen literarischen Wettkampf ausgetragen, viele Balladen von Goethe und Schiller verdanken wir einem Wettstreit, den beide 1779 ausfochten. Die Lust am literarischen Wettstreit hat im Poetry-Slam ihre Fortsetzung gefunden. Wie einst gelten auch heute Regeln – erstens: Die vorgetragenen Texte müssen selbst geschrieben sein. Zweitens: Es gibt ein Zeitlimit und drittens: Es dürfen keine Requisiten verwendet werden.

Mit Spannung werden die 7. Baden-Württembergischen Poetry Slam-Landesmeisterschaften 2016 (BWSLAM16) erwartet, denn hier fighten die besten Poetinnen und Poeten des Bundeslandes. Gegen den Titelverteidiger Nik Salsflausen treten 23 Herausforderer an. Am Start sind unter anderen Marvin Suckut (Konstanz), Daniel Wagner (Heidelberg), Sylvie Le Bonheur (Mannheim), Meral Ziegler (Konstanz), Hanz (Ludwigsburg) und Stefan Unser (Heilbronn). Auch der Sieger im Rahmen der ersten Heilbronner U20-Stadtmeisterschaften (einer Austragung der unter 20-Jährigen, die bei den 22. Baden-Württembergischen Kinder- und Jugendliteraturtagen am 9. April ebenfalls in Heilbronn stattfinden) qualifiziert sich automatisch für den U20-Wettbewerb der Landesmeisterschaften.

Der BWSLAM16 beginnt mit einer großen Eröffnungsshow »Unter der Pyramide« (Kreissparkasse Heilbronn) am Donnerstag, 14. April (20 Uhr). Die beiden Halbfinals laufen am Freitag, 15. April jeweils ab 20 Uhr, parallel im Schießhaus und in der Boxx (Theater Heilbronn). Das U20-Finale ist am Samstag, 16. April ab 18 Uhr in der Boxx. Zum Finale des BWSLAM16 treten die Finalisten ab 21 Uhr im Großen Haus an – wie immer entscheidet das Publikum.

Für die Eröffnungsshow in der Kreissparkasse haben sich die Veranstalter etwas Besonderes einfallen lassen: »Am besten stellt man sich ein Best-Of aus sieben Jahren Heilbronner Poetry-Slam vor, das nicht den Regeln eines regulären Poetry-Slam unterworfen ist. Es gibt kein Zeitlimit, Requisiten sind erlaubt, es gibt musikalische Beiträge«, sagt Organisator Daniel Schütt vom Heilbronner Popbüro und ergänzt: »Was das Publikum besonders freuen wird: Nektarios Vlachopoulos und Philipp Herold sind auch mit eigenen Werken dabei«.

Gibts auch Preise? Beim Poetry-Slam gehe es grundsätzlich um Ruhm und Ehre und nicht um Preise. Es zählt der olympische Gedanke. Falls jemand noch drei Blumensträuße stiften möchte, freue man sich natürlich.

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