Titelthema Gesundheit März 2012

DIE NEUEN SLK-KLINIKEN am PLATTENWALD UND GESUNDBRUNNEN

Bei einem Investitionsvolumen von 290 Millionen Euro für den Umbau und Neubau der SLK- Kliniken gibt es häufig gestellte Fragen. Hier einige Antworten:

Warum ist es notwendig, nach etwa 30 Jahren neu zu bauen?

Zeitgemäße Infrastruktur schaffen: Die Krankenhäuser in Bad Friedrichshall und Heilbronn wurden ab Ende der 1960er Jahre geplant und gingen in wesentlichen Teilen in den 70er, 80er und 90er Jahren (Gesundbrunnen) bzw. 1976 (Plattenwald) in Betrieb. Ein Patient war damals im Schnitt rund drei Wochen stationär im Krankenhaus. Auf dieser Grundlage wurde bis in die 80er Jahre hinein Krankenhausbauplanung betrieben. Heute ist ein stationärer Patient im Schnitt noch knapp sechs Tage im Krankenhaus. Die Veränderungen im Gesundheitswesen und durch den medizinischen Fortschritt führen dazu, dass der Fokus stärker auf Diagnostik, interventioneller Therapie und dem Kurzzeitbereich liegt. Das Resultat ist beispielsweise, dass die damals geplante Notfallambulanz im Klinikum am Gesundbrunnen für heutige Verhältnisse deutlich zu klein ist. Durch die Neubauten wird es möglich, die aktuellen Entwicklungen im Krankenhaus in eine angemessene Infrastruktur zu übersetzen, was mit deutlichen Verbesserungen in der Qualität der Patientenversorgung und letztlich auch der Wirtschaftlichkeit einhergehen wird.

Warum werden die Kliniken in Heilbronn und Bad Friedrichshall nicht zusammengeführt?

Bewusste Entscheidung gegen Großklinikum: Wir bauen in Heilbronn und in Bad Friedrichshall, um die wohnortnahe Versorgung der rund 500.000 Menschen in der Region zu sichern, um Wahlmöglichkeiten für die Bürger der Region anzubieten und um Spezialisierungen bei hochkarätiger Medizin voranzutreiben. Die Entscheidung gegen den Bau eines Großklinikums ist gut abgewogen: Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei Großkliniken ab rund 1000 Betten teilweise Abstriche bei Patientenversorgung und Abläufen hingenommen werden müssen. Die Gesellschafter Stadt- und Landkreis Heilbronn wollen dies für ihre Einwohner und Patienten nicht.

Warum fiel die Entscheidung pro (Teil-)Neubauten statt Sanierungen?

Keine Belastung für laufenden Betrieb bei gleichen Kosten: Umfangreiche Sanierungen dauern durch den Umbau in vielen Einzelphasen wesentlich länger, belasten den laufenden Krankenhausbetrieb erheblich und ermöglichen aufgrund der bestehenden baulichen Strukturen keine optimalen Funktionsanordnungen. Der Altbau des Klinikums am Plattenwald, dessen Sanierung deutlich teurer als ein Neubau wäre, wird nach Fertigstellung des Neubaus abgerissen. Die bestehenden Strukturen am Gesundbrunnen werden bis zur Fertigstellung des zweiten Bauabschnitts teilweise weiter genutzt.

Wie verändert sich der Ablauf für Patienten?

Kurze Wege schaffen: Durch die Optimierung von räumlichen Gegebenheiten, Technik und Ausstattung werden Arbeitsabläufe und damit die Qualität der Patientenversorgung verbessert. Wichtige Bereiche, wie etwa die Funk-tionsdiagnostik und der OP-Bereich, werden zentralisiert, um kurze Wege zu schaffen und eine bessere Orientierung zu ermöglichen.

Wie verändert sich der Patientenkomfort?

Moderne Patientenzimmer anbieten: Künftig werden wir unseren Patienten helle, freundliche und modern ausgestattete 2-Bett-Zimmer mit Bad, WC sowie mit modernen Kommunikationsmedien anbieten können. Umfangreiche Serviceleistungen und ein spezieller Wahlleistungsbereich werden das Angebot ergänzen.

Welche Verbesserungen ergeben sich mit Blick auf den medizinischen Fortschritt?

Schritt halten mit medizinischen Entwicklungen: Medizinischer Fortschritt zeigt sich an immer besseren Diagnosegeräten, optimierten Operationsräumen und stärker auf die Behandlung ausgerichteten organisatorischen Abläufen. Durch neue Gebäude werden Möglichkeiten geschaffen, Neuerungen zu integrieren und medizinische Entwicklungen aufzunehmen.

Welche Rolle spielt die Ökologie?

Reduzierung des Energieausstoßes: Aktuelle Vorgaben wie die Energieeinsparverordnung oder das Erneuerbare-Energien-Gesetz werden eingehalten und zum Teil durch den Einsatz regenerativer Energien wie Geothermie oder Kraft-Wärme-Kopplung erheblich übertroffen. Im Winter werden die Gebäude auch mit Erdwärme beheizt, im Sommer mit derselben Technik gekühlt. Die Energieeffizienz der Gebäude wird zu einer deutlichen Reduzierung von Energieverbrauch und CO2-Ausstoß führen.

Warum werden die Mitarbeiter von den Neubauten profitieren?

Arbeitsumfeld weiter aufwerten: Um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und bei SLK zu halten, ist ein attraktives Arbeitsumfeld von zentraler Bedeutung. Gut ausgebildete und engagierte Fachkräfte garantieren dauerhaft eine hochwertige Patientenversorgung. SLK wird auch durch das Angebot von medizinischen Spitzenleistungen in einer neuen Infrastruktur zum attraktiven Arbeitgeber. Hierfür leisten die Neubauten einen wesentlichen Beitrag – und sie tragen zur Steigerung der Motivation der Mitarbeiter insgesamt bei.

Wie werden die Projekte finanziert?

Gemeinsame Anstrengung bei der Finanzierung: Die Investitionssumme von insgesamt rund 290 Millionen Euro für den Neubau des Klinikums am Plattenwald und den ersten Bauabschnitt des Klinikums am Gesundbrunnen wird aufgeteilt zwischen dem Land Baden-Württemberg (136 Millionen Euro), dem Landkreis Heilbronn (65 Millionen Euro) und der Stadt Heilbronn (23 Millionen Euro). Den Rest tragen die SLK-Kliniken. Die Verbesserungen, die sich durch die neue Krankenhausinfrastruktur bei Qualität und Wirtschaftlichkeit der Patientenversorgung ergeben, leisten hierzu einen wesentlichen Beitrag.

Welchen Einfluss hat die Veränderung der Bevölkerungsstruktur auf die Bauprojekte?

Noch leistungsfähigere Strukturen nötig: Der zu erwartende höhere Anteil an älteren und alten Menschen sowie die daraus resultierende Vielzahl verschiedener Erkrankungen, deren Häufigkeit in den nächsten Jahrzehnten deutlich ansteigen wird, fordern künftig von den Krankenhäusern noch leistungsfähigere Strukturen bei Notfallversorgung, Diagnostik und Behandlung. Neue Abläufe, höhere Intensivkapazitäten und die Bildung von abteilungsübergreifenden Zentren in den Neubauten tragen dieser Entwicklung Rechnung.

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