Titelthema Kinder August 2012

Hortschließungen in Heilbronn:

»Das macht keinen Sinn. Nicht in einer der reichsten Städte Deutschlands.«

Spätestens im Jahr 2016 werden alle Horte in Heilbronn geschlossen sein. Heilbronn stellt damit eine unrühmliche Pionierleistung in Deutschland dar. In keiner anderen Stadt Deutschlands werden die bestehenden Horte aufgrund der Einführung von Ganztagsschulen geschlossen. Vermutet wird, dass die Hortplätze der Schulkinder in Kindertagesstättenplätze für Kleinkinder umgewandelt werden, damit die Stadt einer möglichen Klagewelle entgehen kann. Denn ab 2013 haben Eltern die Möglichkeit, sich einen Kleinkindbetreuungsplatz zu erklagen und es fehlt vorne und hinten an Fachkräften in der Kinderbetreuung. Wir sprachen mit vier Müttern der Elterninitiative »Hortschließung: Nein danke!« über das Verständnis einer Chancengleichheit von Bürgermeister Mergel, die Gefahr als Elternteil durch das neu geschaffene System arbeitslos zu werden und das Problem die gesmate betroffene Elternschaft zu mobilisieren.

HANIX—Liebe Hortmütter, zunächst einmal würden wir uns über eine kleine Vorstellungsrunde freuen.

Nadine Anderson— Ich heiße Nadine Anderson. Meine Tochter wechselt nächsten Monat in den Hort, dies ist dann allerdings die letzte Gruppe die noch übernommen wird. Die Grundschulzeit darf sie noch bleiben und laut jetziger Planung ist dann Ende.

Beatrix Huber— Ich bin Beatrix Huber und habe ein Kind in der ersten Klasse, dass davor 5 Jahre lang in der Kita war.

Maria Otte— Mein Name ist Maria Otte und ich habe zwei Kinder in der Kita. Mein Sohn kommt in zwei Jahren in die Schule und würde gerne in den Hort gehen.

Kerstin Saal— Und mein Name ist Kerstin Saal und ich bin Elternbeiratsvorsitzende der Kita und des Hortes in der Charlottenstraße. Mein Sohn war fünf Jahre in der Familiengruppe und ist jetzt das erste Jahr im Hort, der aber offiziell gar nicht mehr als Hort gilt sondern schon zur allgemeinen Schulbetreuung gehört.

HANIX—War eine von ihnen früher selbst Kita- oder Hortkind?

Kerstin Saal— Ich war Hortkind in Erfurt und ich kann sagen das es einfach super war. Es war damals allerdings noch in Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort getrennt eingeteilt. Das jetzige Konzept, mit den sogenannten Familiengruppen, in denen alle möglichen Altersgruppen unter einem Dach sind, finde ich persönlich besser, da die verschiedenen Altersgruppen voneinander lernen können und es eben auch familienfreundlicher ist.

HANIX— Das Betreuungs- und Erziehungskonzept hat sich in den letzten Jahren verändert. Wie ist das System inzwischen aufgebaut?

Nadine Anderson— In der Kita ist es momentan so, dass die Gruppen aus verschiedenen Altersgruppen bestehen und von jedem Alter immer zwei Kinder in einer Gruppe sind. Im Hort sind alle Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren zusammen. Allerdings hat jedes Kind seinen Ansprechpartner, was vor allen Dingen in gewissen Problemsituationen wichtig ist. Das heißt im Prinzip, die Gruppe ist als ein Ganzes zusammen, jedes Kind wird aber individuell beobachtet und betreut.

HANIX—Wie groß sind die einzelnen Gruppen und wie viele Kinder fallen in den Bereich eines Betreuers?

Beatrix Huber— Im Hort sind es momentan 23 Kinder die von drei Betreuerinnen beaufsichtigt werden. Die Betreuuerinnen sind aber nicht alle Vollzeit angestellt und teilen sich entsprechend die Betreuungszeiten in Schichten ein. In der Kita hier im Kreuzgrund sind die vier Gruppen jeweils zehn bis 15 Kinder stark und es gibt je Gruppe mindestens zwei Betreuer.

Kerstin Saal— Mein Kind ist, wie schon erwähnt, in der Kita in der Charlottenstraße und hier werden insgesamt 60 Kinder, aufgeteilt in vier Gruppen, betreut. Je Gruppe gibt es auch in der Charlottenstraße drei Erzieher. Der Hortbereich wurde bereits von drei auf zwei Gruppen reduziert. Von daher gibt es jetzt aber auch mehr Kinder in der Kita.

HANIX—Sie haben als Sie von den geplanten Hortschließungen gehört haben die Elterninitiative »Hortschließung: Nein danke!« gegründet. Aus wie vielen Kindertagesstätten und Horten sind Eltern in dieser Initiative versammelt?

Marie Otte— Die Eltern kommen aus drei Einrichtungen, dem Charlottenhort, dem Olgahort und dem Kreuzgrundhort. Dies sind übrigens die einzigen Einrichtungen, die noch existieren. Alle Horte, ob privat oder städtisch, werden von der Stadt gefördert. Es ist auch nicht so, dass man uns hier im Kreuzgrund, wo die Einrichtung privat organisiert ist, verbietet, diese Einrichtungen zu betreiben, da dies eine Vereinsangelegenheit ist. Aber man bezuschusst die Einrichtung eben nicht mehr, streicht dringend nötige Gelder.

HANIX—Seit wann und weshalb genau gibt es doie angesprochene Elterninitiative?

BEATRIX HUBER— Im letzten Jahr im November, vor unserem jährlichen Laternenumzug, haben wir das erste mal von der beabsichtigten Schließung der Horte gehört. Es hieß sogar, dass Horte nach Vollendung des diesjährigen Schuljahres sofort geschlossen werden. Hier hat dann aber der Kreuzgrund-Vorstand eine Verlängerung erreicht, um wenigstens die Kinder, die schon da sind, weiterhin zu betreuen. Momentan heißt es, das Kinder für das kommende Schuljahr noch aufgenommen und bis zu vierten Klasse betreut werden können, aber eine echte und schriftliche Zusage haben wir bisher noch gar nicht, was wir doch recht merkwürdig finden. Wir Eltern wurden allerdings erst im Januar auf einer Mitgliederversammlung offiziell über das Vorhaben unterrichtet. Es wurde uns auch mitgeteilt, dass diese Entscheidung endgültig sei und nur noch die Verlängerung der Frist erreicht wurde. Aufgrund dieses Abends haben sich dann Eltern zu der Initiative zusammengeschlossen, eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen und natürlich auch andere Einrichtungen und Eltern angeschrieben und mit ins Boot genommen. Außerdem haben wir die modernen Medien wie beispielsweise Facebook genutzt, um unser Anliegen einfach auch in die Öffentlichkeit zu tragen, weil es sonst vielleicht niemand mitbekommen hätte.

HANIX—Die Elternschaft hat sich nach dieser Information sicher überrumpelt gefühlt?

Beatrix Huber— Ja, absolut. Vor allen Dingen, weil wir und der Kreuzgrund-Vorstand zuvor noch nie etwas davon gehört hatten. Wenn man allerdings die Mitteilungen der Stadt haargenau liest, kann man sehen, dass bis spätestens 2016 die Horte nicht mehr existieren werden.

Kerstin Saal— Wir haben es noch später erfahren und zwar erst über einen Brief und. Zeitungsartikel. Es wurde gesagt, dass es zukünftig Ganztagsschulen gibt und somit die Horte geschlossen werden können, da ja eine ganztägige Schulbetreuung stattfindet. Dagegen spricht zunächst auch nichts. Anschließend haben wir uns dann aber informiert, was denn genau Ganztagsschule in Baden Württemberg heißt und momentan entspricht dies sieben Unterrichtsstunden pro Woche und Klasse und dies an maximal drei Nachmittagen, was einer Ganztagsschule im eigentlichen Wortsinn überhaupt nicht entspricht.

Beatrix Huber: Ich kenne Ganztagsschulen aus London, da ich einige Zeit dort gelebt habe, und hier ist das Wort auch berechtigt, da die Kinder eben den ganzen Tag, von morgens bis abends betreut werden. Dies wird unserer Meinung nach überhaupt nicht angestrebt, da viele Vereine und Rentner gewisse Aufgaben im neuen System übernehmen sollen. Sprich es sind meistens keine Fachkräfte, die sich um die Kinderbetreuung an Ganztagsschulen kümmern wird. Auf der einen Seite möchten wir die Kinder teilweise schon mit fünf Jahren einschulen, wozu aber auch kindgerechte Räume und Betreuungen notwendig sind. Auf der anderen Seite möchte das Land oder die Stadt dafür aber so wenig Geld wie möglich ausgeben.

Nadine Anderson— Des weiteren gibt es sehr unterschiedliche und nicht immer genau definierte Betreuungszeiten (z. B. an 4-5 Tagen) plus 32 Schließtage der Ganztagsschulen an denen die Betreuung nicht stattfindet. Somit werden, im schlimmsten Fall, Familien gezwungen getrennt Urlaub zu machen. Dies ist natürlich ein ziemlicher Hohn, zumal Heilbronn sich als familienfreundlichste Stadt Baden Württembergs verkaufen möchte.

HANIX—Wie viel Schließtage gab es bisher in den Kitas und Horten?

Marie Otte— In unserem Hort gab es maximal zwölf Schließtage, in anderen Horten sind es maximal 20 bis 22 Schließtage, je nachdem wie Weihnachten fällt.

HANIX—Tut, überspitzt gefragt, Herr Schwarz zu wenig für Kinder und Herr Würth in Künzelsau machts richtig?

Kerstin Saal— Das kann man so nicht sagen. Herr Schwarz baut beispielsweise eine Schule in Erlenbach und ohne Leute wie ihn würde es noch viel schlechter aussehen. Allerdings reden wir hier immer vom Land des Mittelstandes und nicht jeder kann seine eigene Hort- und Kita-Gruppe bilden.

HANIX—Zurück zur Ganztagsschule und dem neuen Betreuungssystem. Worin liegen ihrer Meinung nach außer den mageren Betreuungszeiten weitere Schwächen?

Marie Otte— Der große Vorteil am jetzigen System ist, dass sich eben auch Geschwister sehen können und dies ist gelebte Familienfreundlichkeit, an der man jetzt leider etwas ändern möchte. Nehmen wir als Beispiel eine Mutter mit vier Kindern, die im momentanen Kita- und Hortsystem einen Ansprechpartner, einen Elternabend und so weiter hat. Zukünftig wird das im schlimmsten Fall alles vervierfacht, was für eine Mutter einfach nicht leistbar ist, dann noch arbeiten zu gehen.

HANIX— Ist eine Prognose, dass durch die Hortschließungen Eltern im Zweifelsfall arbeitslos werden?

Kerstin Saal— Auf jeden Fall ist dies im Bereich des Möglichen, da einfach die qualitative Betreuungszeit fehlt. Man kann natürlich auch, laut Bürgermeister Harry Mergel, die Randbetreuungszeiten mit Tagesmüttern abdecken. Das würde aber eben heißen, dass sich viele verschiedene Personen, je nach Tageszeit, die Kindern behüten, was mit Sicherheit nicht im Sinne von „Erziehung, Bildung und Kinderbetreuung“ ist. Berufstätige Eltern brauchen nachhaltige Sicherheit und ein breitgefächertes pädagogisches und „liebevolles“ Betreuungsangebot, um in allen Lebenslagen Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen und den steigenden Ansprüchen gerecht zu werden.

Beatrix Huber— Wichtig ist aber auch zu sagen, dass es nicht unser Ziel ist, die Ganztagsbetreuung zu verteufeln. Wenn man mal überlegt, dass es noch vor elf Jahren nur die sogenannte Kernzeitbetreuung an Schule gab, sind jetzt durchaus Fortschritte zu erkennen. Es ist also für Eltern mit Schulkindern jetzt mit Sicherheit einfacher als zu Beginn des Jahrtausends. Unser Hauptanliegen ist es, dass die jetzt bestehenden Horte bleiben dürfen und die Ganztagsbetreuung ausgebaut wird. Was einfach für uns absolut unverständlich ist, ist, dass ein sehr gut funktionierendes System einfach abschafft wird. Der Grund hierfür ist, laut Stadtverwaltung, dass dringend benötigte Betreuungsplätze für Kleinkinder geschaffen werden müssen, da den Eltern von Kleinkindern ab dem Jahr 2013 ein Klagerecht für diese Plätze eingeräumt wurde. Das Hauptproblem ist hier aber das Fehlen von Fachkräften, so gibt es an der Gerhard-Hauptmann-Schule eine Kita, die durchaus noch eine Gruppe aufnehmen könnte, aber wie eben erwähnt, es sind keine Fachkräfte vorhanden und somit werden die Fachkräfte der Horte benötigt. Herr Mergel betont immer, dass er Chancengleichheit möchte, was wir nur befürworten können. Diese sollte aber keine Chancengleichheit auf schlechte sondern natürlich auf gute Chancen sein. Wenn der Staat sagt, dass er die Kinderbetreuung übernimmt, um Eltern die Möglichkeit zu geben ganztags zu arbeiten, um dem Staat dann übrigens auch Steuern zu zahlen, sollte unser Land schon versuchen das auch konsequent und elterngerecht umzusetzen, wie es bisher eben sehr gut funktioniert hat.

HANIX—Haben sie eine Ahnung welche Klagewelle auf Heilbronn aufgrund des neuen Gesetzes zukommen könnte?

Kerstin Saal—Was wir wissen ist, dass Heilbronn momentan versucht ganz viele Tagesmütter zu bekommen bzw. zu mobilisieren, damit wird dann eben versucht viel abzufangen.

HANIX—Wird die Ganztagsbetreuung an den Schulen von der Stadtverwaltung schöngeredet?

Beatrix Huber— Dies ist natürlich immer eine Sache des Blickwinkels und Bedarfs. Ich denke wirklich, dass es hier, wie erwähnt, eine deutliche Verbesserung gegeben hat. So gab es früher kein Mittagessen an Schulen und eine Betreuung hat in der Regel nur bis um 13:30 Uhr stattgefunden. Das Besondere ist momentan nur, dass es in der Kita-Betreuung sehr hohe Qualitätsansprüche und Regeln gibt. Dies ist unserer Meinung nach in der schulischen Ganztagsbetreuung nicht mehr so und es gibt dann eben einen Bruch, sobald Kinder in diese Betreuungsart wechseln. Uns ist natürlich vollkommen klar, dass Qualität wachsen muss, von daher kommt auch unser absolutes Unverständnis dass die Horte geschlossen werden sollen. Leider kann man schon sagen, dass in Heilbronn auf Kosten der Schulkinder das Thema Kleinkinderbetreuung und somit die Vermeidung von Klagen angegangen wird.

Nadine Anderson— Als Mutter muss ich sagen, dass gerade in den ersten Schuljahren soviel mit den Kindern passiert, was für den späteren Lebensweg entscheidend ist und hier muss doch einfach eine qualitativ hochwertige Betreuung, wie es sie eben jetzt schon gibt, möglich sein.

HANIX—Wie versucht sich die Elterninitiative, eben der angesprochenen Facebook-Gruppe, Gehör zu verschaffen?

Kerstin Saal— Ich persönlich bin zuerst einmal zur Chefin der Kita gegangen, um zu fragen welchen Weg das Ganze denn jetzt nehmen wird. Hier wurde uns dann gesagt, dass dies vom Gemeinderat beschlossen wird und somit haben wir dann überlegt bei wem wir denn Gehör finden könnten. Anschließend haben wir zwei Gemeinderatsmitglieder interviewt und es gab die Aussage, dass man in der Summe über dieses Thema sprechen muss. Deswegen haben wir die Gemeinderäte eingeladen und ihnen natürlich auch die Möglichkeit gegeben sich zu dem Thema zu äußern, zumal wir festgestellt haben, dass das Thema Ganztagsschulen noch gar nicht in der Bevölkerung bekannt sind. Hierzu muss man auch sagen, dass die Hortschließungen nur Heilbronn und keine andere Stadt betreffen, was wir eben auch nicht verstehen.

HANIX—Das klingt als müssten sie nun den formalen Weg einschlagen?

Kerstin Saal — Der formale Weg wäre eher gewesen, dass man die Stadtverwaltung anschreibt und auf eine Antwort wartet. Wir haben uns aber dafür entschieden direkt auf die zuständigen Politiker zuzugehen. Wir hatten (aus Efahrung) Angst, dass unsere Angelegenheit einfach ausgesessen wird. Hinzu kommt, dass die Gemeinderäte unsere Vertreter sind und somit auch die Pflicht haben sich Meinungen ihrer Bürger und auch Wähler anzuhören und diese in Entscheidungsprozesse einzubinden. Bürgermeister Mergel ermuntert junge Frauen hier in der Stadt zu studieren und auch zu arbeiten. Doch in diesem Fall würden Frauen für viel Geld ausgebildet, damit sie dann, mit zukünftigen Kindern, zu Hause sitzen können. Das macht doch keinen Sinn. Erst recht nicht in einer der reichsten Städte Deutschlands.

HANIX—Was sagt die Lokalpolitik dazu außer, dass sie ihr Anligen gebündelt vorzutragen haben?

Beatrix Huber— In einem Zeitungsausschnitt stand, dass Herrn Mergel Einzelfälle nicht interessieren und er einfach Chancengleichheit schaffen möchte, dass heißt Chancen für alle Kinder an den Schulen. Deswegen müssen die Gelder der Hortplätze in die Ganztagsschulen hinein fließen und somit müssen die Horte geschlossen werden.

HANIX — Und wenn die Politik, wider ihrer Hoffnungen, doch nicht richtig hinhört und die Sache in bewärter manier aussitzt?

Marie Otte— Bei uns geht es momentan erst mal darum der Stadt zu sagen, dass man so mit uns als Steuerzahlern nicht umspringen kann. Wir hoffen hier selbstverständlich auch auf das Verständnis der Zuständigen. Sollten wir merken dass wir nicht weiterkommen und nicht gehört werden, gibt es ja auch noch Gesetze, die die Rechte der Eltern wahren und schützen. Es macht uns aber Hoffnung, dass die Gemeinderäte, mit denen wir gesprochen haben, alles sehr aufgeschlossen und vor allen Dingen überrascht über die Konsequenzen der geplanten Änderung waren.

Nadine Anderson — Ich möchte aber auch sagen, dass ich leider feststellen muss, dass sich relativ wenige Eltern von Kita-Kindern uns anschließen. Es gab zwar einen großen Aufschrei als das Thema aufkam, es war aber dann auch relativ mühsam die Initiative zu gründen. Doch auch die Kita-Eltern werden in zwei bis drei Jahren von dem Thema betroffen sein und somit kann ich nur alle Eltern aufrufen sich mit uns gemeinsam und zum Wohle unserer Kinder gegen eine offensichtliche Verschlechterung der Situation zu wehren.

HANIX —Kaum zu glauben, dass sie Probleme haben, die gesamte betroffene Elternschaft zui mobilisieren. Woran liegt die fehlende Bereitschaft der Eltern?

Beatrix Huber— Hauptsächlich denke ich, dass sich Eltern nicht vorstellen können, dass ihre Kinder in zwei bis drei Jahren von dem Thema betroffen sind. Hier in Heilbronn habe ich festgestellt, dass auch viele Familien Unterstützung im betreuen ihrer Kinder von der Familie, sprich Oma, Opa, Onkel oder Tante haben, was natürlich von großem Vorteil ist. Aber diesen Vorteil haben eben nicht alle Eltern und Familien. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass das System seit 20 Jahren sehr gut funktioniert und sich wirklich niemand vorstellen kann, dass es in naher Zukunft große Einschneidungen geben wird. Wir haben es anfangs selbst nicht glauben können, bis wir einen Artikel in der Zeitung gelesen habeneinen Artikel in der Zeitung gelesen haben.

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