Der Historische Schuß August 2014

Flussbad bei Horkheim, um 1932

Bevor 1934/36 das Freibad in der »Neckarhalde« eröffnet wurde, boten die Flussbäder Bade- und Schwimm-Möglichkeiten. Ein beliebter Badeplatz war im Kleinäulein (bei der alten Bleichinsel). Gebadet wurde dort schon seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, aber erst 1927 wurde dort ein Badefloß eingerichtet. Es war 30 Meter lang und 8 Meter breit und in dessen Innenraum konnte gefahrlos geplanscht werden.

Wilder waren da die Flussbäder in Sontheim und Horkheim. Vor allem das Horkheimer Neckarbad war für die Stadtjugend attraktiv, bot es doch die Möglichkeit, auch außerhalb des überwachten gemauerten Beckens hinaus in den Fluss zu schwimmen. Und: es hatte einen Sprungturm (rechts im Bild), eine Rutsche (links neben dem Sprungbrett) und zwei Duschen. Ein bisschen sauberer war das Neckarwasser in Horkheim auch, da die Heilbronner Industrieanlagen und Abwassereinleitungen flussabwärts lagen.

Die Neckarhalde übrigens war zunächst der Badeplatz für das in Heilbronn stationierte Militär. Spätestens seit den 1830er Jahren hatten dort die Soldaten Schwimmunterricht. Daraus entwickelte sich die »Militärschwimmanstalt«. 1919 – nach dem Abzug der Soldaten – pachtete die Stadt das Flussbad an den Wertwiesen, das sie 1928 für preiswerte 2500 RM von der württ. Staatsfinanzverwaltung erwerben konnte. Eine Spendenaktion vier Jahre später brachte 8000 RM zusammen und das Freibad Neckarhalde konnte gebaut werden.

Text und Bild für diesen sommerlichen Historischen Schuss wurden wie immer vom Heilbronner Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

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