Der Historische Schuss HANIX-Magazin No.37

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Das Motorrad, auf dem diese beiden jungen Männer sitzen, ist eine Zündapp DB 200. Die soliden, zuverlässigen Zweiräder der Nürnberger Firma gab es in Heilbronn seit 1949 bei Werner Kritter – zunächst in einem kleinen Laden Ecke Mannheimer- und Paulinenstraße. Im Nachkriegsdeutschland boomten Moped und Motorrad – sie standen für finanzierbare Mobilität und das Gefühl von wiedergewonnener Freiheit. Und so konnte 1954 in der Paulinenstraße 3 das Motorradhaus Kritter eröffnet werden (ab 1960 in der Neckarsulmer Straße 91). Werner Kritter machte sich auch als Motorrad-Rennfahrer einen Namen – auf Zündapp-Maschinen natürlich und mit Ehefrau Zita als Beifahrerin. 1955, 1956 und 1958 wurde er Deutscher Geländemeister der schweren Gespannklasse.

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Zumindest der junge Mann auf unserem Foto rechts benötigte das Motorrad auch aus beruflichen Gründen: Es ist der Journalist Curt Albert Müller, der seit 1947 zur jungen Garde der »rasenden Lokalreporter« gehörte, die für die noch junge Lokalzeitung Heilbronner Stimme arbeiteten. 1952 übernahm der damals 27-jährige Müller das Heilbronner Büro der Stuttgarter Zeitung. Fortan begleitete und kommentierte er kritisch und hintergründig den Wiederaufbau Heilbronns und den Weg hin zur Großstadt. Angst, anzuecken – das hatte »der Meister der spitzen Feder« nicht, wie Uwe Jacobi einmal über den Journalisten-Kollegen schrieb. C. A. Müller starb schon 1975 im Alter von 51 Jahren. Ein Teil seines Nachlasses liegt im Stadtarchiv Heilbronn, das wieder Text und Bild für diesen Historischen Schuss lieferte.

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