Interview Michael “Bully” Herbig HANIX No.35

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»ICH GESTEHE: ES WAR NICHT MEINE IDEE«

Im Februar präsentiert Michael »Bully« Herbig zusammen mit den Münchner Symphonikern im Audi Forum Neckarsulm sein neues Programm »Karneval der Tiere«. Wir sprachen mit Bully über Humor, Shitstorms, den Tod und ein ganz besonderes Ritual.

Michael “Bully” Herbig

HANIX – Herr Herbig, was verstehen Sie unter Humor?

Bully Herbig — Humor ist subjektiv und vor allem Glückssache. Im besten Falle trifft man den Humor der Menschen… vorausgesetzt sie haben einen! Sollten Sie also keinen haben, würde ich mir schleunigst einen zulegen!

HANIX – In Ihrem Programm »Karneval der Tiere«, das am 7. Februar im Audi Forum Neckarsulm zu sehen sein wird, arbeiten Sie mit den Münchner Symphonikern zusammen. Wie kam es zu der Zusammenarbeit bzw. wie kamen Sie überhaupt auf die Idee, sich dem Werk von Camille Saint-Saens zuzuwenden?

Bully Herbig — Ich muss gestehen, es war nicht meine Idee. Ich habe mich fast drei Jahre erfolgreich dagegen gewehrt, aber Christian Reinisch von Carpe Artem ließ einfach nicht locker. Wenn es ein Erfolg wird, freue ich mich natürlich wahnsinnig. Sollte es den Leuten nicht gefallen, wissen Sie ja jetzt, wer das alles angezettelt hat (lacht).

HANIX – Während die Symphoniker spielen, begleiten Sie das Stück verbal. Wie bereitet man sich auf die literarische Interpretation eines Konzertes überhaupt vor?

Bully Herbig — Natürlich kenne ich die großartigen Texte von Sir Peter Ustinov und Loriot. So sehr ich es auch mag, aber es macht natürlich keinen Sinn, ihre Geschichte zu kopieren oder einfach nur vorzulesen. Ich habe mich vor allem von der Musik inspirieren lassen und hoffe, dass den Leuten die neue Interpretation gefällt.

HANIX – Neben Ihren schauspielerischen Fähigkeiten brillieren Sie auch als Regisseur, Produzent und Drehbuchautor. So haben Sie beispielsweise die Drehbücher ihrer erfolgreichsten Filme »Der Schuh des Manitu« und »(T)Raumschiff Surprise – Periode 1« selber geschrieben. Was machen Sie denn lieber: Hinter den Kulissen arbeiten oder auf der Bühne stehen?

Bully Herbig — Ich liebe es, die Filme selbst zu machen. Auf der Bühne stehe ich ja eher selten. Für mich ist es in dieser Form ja auch das erste Mal. Fühlt sich fast wie ’ne kleine Tournee an. Andere haben ihre Band, ich hab’ die Symphoniker. Hammer, oder?

HANIX – Vermissen Sie manchmal die Zeit mit der Bullyparade?

Bully Herbig — Naja, das ist jetzt 13 Jahre her. Wäre ja schlimm, wenn ich immer noch daran hängen würde. War ’ne schöne Zeit, aber auch extrem anstrengend. Es gab sechs Staffeln, davon liefen die ersten vier ziemlich miserabel. Wir hatten vier Jahre echt miese Einschaltquoten. Hätte es damals schon Shitstorms gegeben, hätten wir vermutlich die Zeit nicht überlebt.

HANIX – Woher bekommen Sie Ihre Ideen und woraus ziehen Sie Ihre Inspiration? Gibt es bestimmte Rituale, die Sie vor einem Auftritt haben?

Bully Herbig — Mich inspiriert einfach alles. Auch dieses Gespräch. Kann sein, dass ich Sie eines Tages imitiere. Und was das Ritual betrifft … naja, ich gehe vor jedem Auftritt nochmal kurz auf die Toilette. Kann man das als Ritual durchgehen lassen?

HANIX – Wie bereiten Sie sich auf Ihre Rollen vor?

Bully Herbig — Ich lerne meine Texte.

HANIX – Können Sie aus all Ihren Rollen eine Lieblingsrolle nennen? Welche Charaktere machen Ihnen am meisten Spaß?

Bully Herbig — Im »Brandner Kasper« von Joseph Vilsmaier durfte ich den Tod spielen, den Boanlkramer. An dieser Figur hatte ich unglaublichen Spaß!

HANIX – Bezwecken Sie mit Ihren Werken und Auftritten auch noch etwas anderes als den offensichtlichen Grund, die Menschen zum Lachen zu bringen?

Bully Herbig — Ich möchte die Leute einfach nur unterhalten. Ob sie dabei lachen oder weinen, ist mir egal.

HANIX – Was können wir in Zukunft von Ihnen erwarten?

Bully Herbig — Wenn ich das nur wüsste! Auf jeden Fall irgendwas, was mir Spaß macht.

HANIX – Zu guter Letzt: Am 7. Februar treten Sie im Audi Forum Neckarsulm auf. Wie fühlt es sich an, als Bayer im Schwabenländle aufzutreten? Ist das Publikum hier anders als in anderen Teilen Deutschlands?

Bully Herbig — Kann ich nicht sagen, bin noch nie im Schwabenländle aufgetreten. Ich würde sagen, ich bin angekommen!

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