Ordnungsamt auf Segways HANIX-Magazin No.37

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»WIR STEHEN STUNDENLANG AUF einem FLECK«

Alexander Bürck (51) und Margit Fröhlich (42) vom komunalen Ordnungsdienst sind bei milden Temperaturen mit ihren Dienstsegways auf Streife.

Für uns haben die beiden Heilbronner Ordnungskräfte die Zweiräder auch bei niedrigen Temperaturen aus dem Winterquartier geholt und sind damit eine Runde durch die Stadt gefahren.

Ordnungsamt Heilbronn auf Segways

HANIX: Im privaten Bereich haben sich Segways nicht durchgesetzt und sind eher Ladenhüter. Aber im öffentlichen Dienst gehören sie inzwischen zum guten Ton jeder Komune. Seit wann sind Sie hier in Heilbronn mit dem akkubetriebenen Gefährt auf Streife?

Alexander Bürck: Seit wir als komunaler Ordnungsdienst unterwegs sind – vorher war es der Vollzugsdienst – gehören die Segways zu unserer Ausrüstung dazu. Also seit Sommer 2012.

HANIX: Für Menschen, die noch nie auf einem Segway standen, sieht es etwas wackelig aus. Sicher haben Sie zumindest eine Einweisung bekommen. Oder mussten Sie sogar eine Führerscheinprüfung ablegen, um Segways im öffentlichen Raum fahren zu dürfen?

Alexander Bürck: Es gab eine Schulung bei der Firma TED in Ellhofen. Die ging über einen halben Tag und zog einen Führerschein nach sich.

MARGIT FRÖHLICH: Es gab mehr oder weniger eine umfangreiche Einweisung, damit man das neue Gefährt kennenlernt und versteht, wie es funktioniert.

HANIX: Und nach wenigen Stunden Fahrtraining darf man schon auf die Menschheit los?

Alexander Bürck: Segway zu fahren ist nicht so schwer, wenn man über ein wenig Körpergefühl verfügt. Nach der Einweisung und Schulung ist man schon einigermaßen sicher unterwegs. Klar ist jeder von uns beim nachträglichen Üben auch mal vom Segway gefallen, beispielsweise bei den ersten Versuchen Bordsteine hoch und runter zu fahren. Es ist aber nie etwas schlimmes passiert, verletzt hat sich niemand von uns. Dennoch gilt: Übermut tut selten gut.

HANIX: Der Besitzer des Unternehmens, das Segways produziert ist offenbar beim Segwayfahren tödlich verunglückt. Ganz ungefährlich ist es also nicht.

Alexander Bürck: Ich habe gehört, dass er nicht beim Segwayfahren tödlich verunglückt ist. Es soll eine Mär sein, eine Zeitungsente.

HANIX: Welche Vorteile gibt es auf Segway-Streife?

MARGIT FRÖHLICH: Man ist flexibler, mobiler und man hat einen besseren Überblick durch die erhöhte Position auf dem Segway. Wir können auch ein größeres Gebiet abfahren, als es zu Fuß möglich wäre. Man ist einfach schneller.

HANIX: Wie waren die Reaktionen der Heilbronner Bürger auf ihre »Streifzüge« auf Segways?

Alexander Bürck: Nach meinem subjektiven Empfinden ist die Zahl der Befürworter größer.

HANIX: Welche Nachteile hat ein Segway?

Alexander Bürck: Es ist sehr ermüdend, man steht die ganze Zeit, also mehrere Stunden, auf einem Fleck.

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